Von Veilchen und Stahl

Tja, man sollte ja immer genau überlegen, wie man seine Charaktere optisch anlegt, sonst kann’s Pannen geben. Rhydan ist dafür ein gutes Beispiel. Nein, nicht, dass er optisch ein Problem hätte – aber die Farbbezeichnung seiner Augen ist für einen Mann ein wenig unglücklich.

Rhydan entstand seinerzeit aus Alyanna, seiner Zwillingsschwester, und entsprechend musste er gewisse Vorgaben erfüllen. Alyanna war Goldblond. Ok. Und sie hatte veilchenfarbene Augen. Für eine Frau ist das eine wunderbare Bezeichnung, aber bei einem Mann … na, ok. Es war für einen Nebencharakter verschmerzbar. So ging Rhydan also ebenfalls Goldblond und mit veilchenfarbenen Augen an den Start.

Dumm aber, wenn aus einem Nebencharakter irgendwann ein Hauptcharakter wird. Also hatte ich die Bezeichnung von Veilchenblau zu Purpur geändert. Das kam aber beim Testlesen gar nicht gut an.

Sprich: „Igitt, der hat ja rote Augen.“

„Nee, Purpur ist lila.“

„Ja, aber darunter stellt man sich Rot vor.“

Uff.

Na schön. Google angeschmissen und Farben gesucht. Tatsächlich ist Purpurrot sicherlich stärker in den Köpfen als Purpurblau. Für mich nicht, aber ich bin ja nicht ausschlaggebend. Also – Überlegen. Lavendel. Äks, genauso unmännlich wie Veilchen. Lila … klingt blöd. Mit den Augen der lila Kuh oder was? Humm. Violett … klangvoll. Aber … na gut, klingt nicht immer so toll. „Violette Augen“. Bleiben wir bei Veilchen. Also hat Rhydan weiter veilchenfarbene Augen.

Diesmal habe ich mir dann lieber ein wenig früher Gedanken gemacht und Aerios gleich nachträglich aufpoliert. Aus Schwarz wurde also Stahlblau, damit er optisch nicht mehr ganz so düster rüberkommt. Na fein, brav jedes Vorkommen von „Schwarz“ aus dem Text geklaubt und umgeschrieben. Damit isser nun ein wenig aufgehübscht und kann an den Start gehen. *seufz*

Ansonsten geht’s voran. Gestern wurde Korrekturgang 2 beendet. Jetzt wird der Buchblock fertiggemacht, das kleine Nachwort geschrieben und das Cover angelegt. Dann kommen Überlegungen wie Klappentext und schließlich … letztes Drüberlesen und eBook. Das sollte an sich nicht mehr so unendlich lange dauern, also steigt die Nervosität. Es ist jetzt viel Kleinkram zu machen, der Zeit frisst. Aber … ich freu mich aufs fertig werden. Es ist jetzt zumindest absehbar.

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