Die Sache mit dem Gefühl

meister_coverWenn ich schreibe, habe ich bekanntlich sehr schnell Farben im Kopf, die zu dem Buch gehören und einen großen Teil der Stimmung ausmachen. Die Farben finden sich im Normalfall im Cover wieder – so auch diesmal wieder, wenn das grüne Buch eben grün wird und die Stimmung des Buches einfängt. Das hat bisher auch immer wunderbar geklappt. Nur ein einziges Mal habe ich das beim Coverbild nicht beachtet und prompt ging’s in die Hose.

Die Rede ist von Sylveine in der Winterlandschaft. Das zickige Bild mit dem hüpfenden Einhorn, das schon bei der Kleiderfrage unendlich heikel war. Als ich damals mit dem Schreiben angefangen habe, war ich mir sicher dass das Cover Nachtblau sein muss. Herausgekommen ist Hellblau, Schnee … Weiß. Nichts, was auch nur im geringsten etwas mit dem angestrebten Nachtblau / Klavierlack / Weiß Mix zu tun hatte. Entsprechend hatte es auch wenig mit der Buchstimmung gemein.

Ich war lange relativ unglücklich damit. Nicht mit dem Bild an sich – hübsch war es allemal. Aber so richtig zum Buch gepasst hat es nie. Also habe ich über die Monate immer wieder an dem Bild herumgefummelt. Sogar eine Version mit Aerios habe ich getestet. Als Paar, allein … es hat nicht funktioniert.

Jetzt ist es anders. Nachtblau. Dunkel. Mit Buntglasscheiben, die an den Schattenhof erinnern. Und ich bin endlich zufrieden, weil es nach Bild, Buchcover UND dem Buch aussieht. So hätte es wohl von Anfang an aussehen sollen, aber aus einem mir unerfindlichen Grund bin ich bei Meister der Masken dauernd gegen mein Gefühl gegangen und es kam nie was Gutes dabei raus. Aber aus solchen Missgeschicken lernt man – nämlich, dass man eben nicht gegen sein Gefühl gehen sollte. Und entsprechend werde ich auch zukünftig lieber nicht versuchen, die Dinge zu verschlimmbessern, weil unbedingt ein Einhorn drauf muss, obwohl’s keine Rolle spielt. 😉

2 thoughts on “Die Sache mit dem Gefühl

  1. Hallo Frau Weber, ich habe gerade mein 4. Buch von Ihnen, den „Meister der Masken“ beendet und jetzt das dringende Bedürfnis, Ihnen zu sagen: ich liebe Ihre Bücher, Ihren Schreibstil und sämtliche Protagonisten! Danke, für die wundervollen Stunden, die Sie mir damit geschenkt haben! Ich freue mich auf das nächste Buch!
    Vielen vielen Dank
    Liebe Grüße von Diana

    1. Liebe Diana,

      oh, das freut mich wirklich sehr! Vielen Dank! Ich hoffe, dass ich Ihnen auch zukünftig noch viele schöne Lesestunden bereiten kann! 🙂

      Liebe Grüße!

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