Szenen-Tango

Mein Kopf läuft über. Sobald ich eine ruhige Minute habe – also meistens in der Nacht – finden sich Szenen in meinem Kopf zusammen, die im Verlauf an die unterschiedlichsten Stellen gehören. Anfang, Ende, Mitte. Alles regt sich in einem bunten Bilderwirbel, obwohl ich durch eine Korrektur gar nicht weiter zum Schreiben komme.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Geschichte so schnell entwickeln würde. Momentan tut sie es schneller als ich hinterher kommen kann. Das ist gut, natürlich. Aber es ist auch relativ seltsam, weil ich noch nicht weiß, was aus all dem werden soll. Also klebe ich reihenweise lose Notizzettelchen in meinen Papyrus, auf denen ich diese ganzen Eindrücke festhalte, um irgendwann dahinter zu kommen, was mir die Geschichte sagen will.

Ich merke allerdings jetzt schon, dass Rhydan ein ganz anderer Charakter ist, als Benneit. Bens Humor ist bestenfalls hier und da in einer sarkastischen Bemerkung aufgeblitzt. Aufbrausend kann man ihn nicht nennen, das dürfte er bei seiner Geschichte auch niemals sein. Rhydan darf aufbrausend sein, arrogant, hier und da vielleicht sogar ein richtiges Ekelpaket (Wort bitte an dieser Stelle mit etwas Heftigerem ersetzen 😉 ). Das macht Spaß, weil es sich von Feenblut unterscheidet und die Gefahr einer Wiederholung minimiert. Ob er sich damit einen Platz im Leserherzen erstreiten kann, wird man sehen. Ich beginne jedenfalls damit, ihn langsam zu mögen und – noch wichtiger – ihn zu verstehen.

Das Bild wird klarer. Der Sinn hinter all dem erschließt sich langsam. Die Rollen kristallisieren sich heraus. Die Frage, mit wem ich die nächste Zeit verbringe, stellt sich jedenfalls nicht mehr. Wie könnte man auch versuchen, sich dem König der Drachenreiter zu verweigern? 😉