Neubeginn

Vorgestern Abend habe ich Aerios auf die Reise geschickt. Noch ist es relativ wenig Text – 2 ganze, scharfe Seiten, die den Prolog darstellen – aber es ist ein Anfang. Es beginnt dort, wo es für ihn geendet hat – mitten in einer dunklen, muffigen Grabhöhle. Das nächste Kapitel wird dann einige Monate später stattfinden und erstmal zu Sylveine wechseln, der weiblichen Hauptfigur des Ganzen. Ich hoffe, dass ich bald den richtigen Einstieg finde – ich sitze in einer ausgewachsenen Kopfschmerz-Phase fest, die wirklich an die Substanz geht. Schreiben ist dann natürlich nicht die erste Wahl, obwohl in meinem Kopf schon alles parat liegt und raus will.

Wie schon angedeutet, geht es hierbei um eine von Eyras Töchtern. Zuerst hatte ich Probleme, Sylveine zu finden. Ich wollte einen Charakter, der weder Viola noch Neah zu stark ähnelt. Das war zuerst schwierig, weil ich keine Richtung gefunden habe. Relativ schnell war klar, dass Musik ihre Berufung ist, mehr als das – Sylveine ähnelt einem klassischen Barden / Zaubersänger Konzept. Allerdings war es von da ab weiterhin schwer, bis mir die Ähnlichkeit zu ihrer Mutter aufgefallen ist. Eine Streunerin, die durch die Welt zieht. Sie ist keine Adelige wie Viola, die ihr Dasein an einem Hof fristet, auch keine behütete Prinzessin wie Neah. Sie ist eine erwachsene, gestandene Frau, die es gewohnt ist, allein zu sein. Und sie wird in ihrem neuen Umfeld für’s Erste ordentliche Schwierigkeiten mit der Anpassung bekommen.

Ich denke, dass die Charaktere an sich gut zusammen funktionieren sollten. Ein Charakter wie Aerios braucht relativ starke Gegenpole und die wird er in jeder Hinsicht bekommen. Ein wenig Mitleid habe ich derweil schon mit ihm. Dem Halbgott stehen harte Zeiten bevor. Aber … da muss er wohl durch. Und ich mit ihm.